Hoppy Journey

Craftbeer-Reisen rund um die Welt

  • Modern Times San Diego

    06.06.2019
    Modern Times ist eine poppige Brauerei in der Nähe des ‚Old Town San Diego State Historic Park‘, welche sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr (Bus/Trolley + kurzer Fussmarsch) erreichbar ist. Das Taphouse ist sehr gross, eher spartanisch eingerichtet und es befindet sich im Gebäude eine eigene Kaffeebar. So vermischt sich der Duft von frischem Kaffee mit den Gerüchen einer Brauerei. Die Biervielfalt ist riesig, es gibt über 30 Biere vom Fass! Von Session IPA mit 4% über Sauerbiere zu wuchtigen Stouts mit über 14%. Da wir nicht selber fahren müssen, machen wir von dieser Auswahl rege Gebrauch. Es besteht auch hier verschiedene ‚taster‘ (4 oz) zu bestellen. Man kann die Rechnung ‚offen lassen‘ (tap open), dh die Kreditkarte wird hinterlegt und man kann ganz am Schluss bezahlen.

    Essen kann man in der Brauerei nicht. Höchstens ein Stück Kuchen zum Kaffee gibt es. Aber fussläufig gibt es einige einschlägige Schnellrestaurants. Es ist also von Vorteil, wenn man schon mit vollem Magen zu Modern Times kommt, damit man einen guten Boden hat.

    Das Taphouse hat täglich von 11.00/12.00 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Toll: es gibt einen grossen Aussenbereich mit chilligen Loungemöbeln. Leider war das Wetter bei unserem Besuch nicht so schön; kühl, 18 Grad und grau in grau (Hochnebel). Darum hat es uns nicht motiviert, draussen zu sitzen.

    Unsere Empfehlung:
    – Demon Helm / Imperial Stout / 10%
    – Blazing World / Dark Amber / 6.8%

  • Unsere erste Top-Brauerei auf unserer Reise ist Lost Abbey Port Brewing. Sie hat einen Tasting Room in San Marcos und einen in Cardiff-By-The-Sea. Wir haben das Taphouse in San Marcos besucht, wo man Biere von 26 Taps haben kann. Wir haben folgendes verkostet:

    • Devotion → Belgian Blonde Ale
    • Witch’s Witt → Spiced White Ale
    • Road to Helles → Munich Helles Lager
    • Carnevale → Saison Ale
    • Serpent’s Stout → Imperial Stout
    • Angel’s Share → Barrel aged Englisch-style Barleywine

    Wir haben wunderbare Biere verkostet. Die Barrel Aged waren fantastisch und auch die anderen Biere haben überzeugt! Serpent’s Stout und Angel’s Share waren bombastisch, so dass wir eine Flasche für unterwegs gekauft haben.

  • Bottle Logic und Barrelworks

    07.06.2019
    Nach dem Besuch von ‚The Bruery Terreux‘ sind wir noch für eine kurze Visite zu ‚Bottle Logic‘ gefahren. Der Taproom befindet sich auch in Anaheim, nicht unweit von ‚The Bruery‘. Es ist eine relativ kleine Brauerei mit einer kleinen Bar. Über den Mittag kommt jeweils ein Food Truck, damit man auch etwas essen kann. Wir nehmen ein kleines 4-er-Flight, da wir noch einen weiten Weg vor uns haben.

    Das Westcoast IPA (Recursion) und das Westcoast DIPA (Tropical Wardrobe) haben überzeugt. Das Golden Milkstout (Jolteon) hat überrascht, da ein helles Stout doch sehr ungewöhnlich ist.

    Unser nächstes Ziel ist ‚Barrelworks‘ von Firestone Walker in Buellton. Eigentlich wäre die Fahrt nur gut 2 1/2 – 3 Stunden gewesen. Durch ein leicht erhöhtes Verkehrsaufkommen verdoppelt sich die Fahrzeit auf 5 Stunden. Es fängt schon an einzudunkeln, als wir endlich unsere Unterkunft erreichen. Vorteil: wir können zu Fuss zur Brauerei und bekommen rasch einen Tisch, denn unterdessen haben wir Hunger bekommen. Die Auswahl an Bieren ist auch hier sehr gross und auch die Menükarte lässt keine Wünsche offen. Und die Portionen sind – wie das Restaurant selber – riesig!!

    Unsere Biere heute Abend:

    • Los Lenadores / Imperial Brown Ale
    • Stickee Monkee / Central Coast Quad
    • Double DBA

    Auch Barrelworks arbeitet mit den riesigen Foeder-Fässern. Die Biere, die wir verkostet haben, konnten uns überzeugen. Damit wir auch noch später an diese Brauerei zurück denken können, haben wir eine keine Flasche ‚XXII‘ gekauft (special limited release / a blend of barrel aged beers). Sind wir gespannt, wie es uns schmecken wird. Und dank unsere Kühlbox passt es auch mit der Kühlkette während der Fahrt.

  • 2. – 4. Juni 2019

    Las Vegas ist immer eine Reise wert. Las Vegas ist eine Stadt, die niemals schläft, genau wie New York. Las Vegas ist eine Stadt, in welcher jeder so sein kann wie er will. Sei es ein Paradiesvogel im schrillen Outfit, die leicht alkoholisierte Bachelorette vor ihrem grossen Tag oder der Spieler, der hoffnungsvoll sein Geld verzockt. In Las Vegas geht das Licht nie aus und in Las Vegas muss man sich – trotz Wüstenklima – war anziehen, zB wenn man in ein auf gefühlte -20 Grad gekühltes Casino geht. Las Vegas ist aber auch ein teures Pflaster. Auf den ersten Blick erscheinen einem die Preise in den Bars/Restaurants am Strip ok. So kostet zB ein Pint Bier $ 11 oder ein Glas Chardonnaye für $ 15. Auf die Rechnung werden dann aber noch die Sale Tax Rate dazu (8.25 %) plus das Trinkgeld, wo zwischen 18% und 20% erwartet wird (steht meist auf der Rechnung so). Damit wird also das Bier je nach dem um gut 1/4 teurer. Nicht zu vergessen: das Trinkgeld macht einen grossen Teil des Verdienstes der Gastronomiemitarbeitenden aus.

    Sparen kann man jedoch in einem der beiden grossen Outlets in Las Vegas. Beide sind einfach und bequem mit dem Bus erreichbar, welcher an verschiedenen Orten am Strip hält (Tageskarte $8). Darum bin ich jetzt im Besitzt von 3 neuen Levis Jeans. Denn kauft man 3, ist eine gratis.

  • Unsere Craftbeer-Reise durch den Westen der USA haben wir schon vor langer Hand geplant. Als Diplom Biersommeliers wollen wir im Geburtsland der ‚Craftbeerbewegung‘ einige der besten Brauereien besuchen und deren Biere kennen lernen. Was ist Craftbeer eigentlich? Nach der Prohibition in den USA haben nur die Grossbetrieb wie Miller oder Anheuser-Busch überleben können, da sie auf alkoholfreie Getränke umgestiegen sind. Diese Brauereien dominierten danach mit ihren eher ‚faden‘ Bieren den amerikanischen Markt. In den 1970er wehrten sich Hobbybrauer gegen diesen Zustand und brauten handwerklich (craft) Biere, mit denen sie sich bewusst von der Konkurrenz abheben wollten. Und diese Bewegung wuchs und wuchs und wuchs! Wie definiert sich aber ein Craftbier? Es gilt folgende Punkte zu beachten:

    • Small = Klein mit maximal 6 Mio Barrel Jahresproduktion (ca 7 Mio Hektoliter, also eigentlich eine riesige Menge im Vergleich zu den Brauereien in Europa)
    • Independent = Unabhängig. Es dürfen maximal 25 Prozent der Brauerei einem Mitglied der Getränkeindustrie gehören
    • Traditional = Der Grossteil des Alkoholvolumens muss als Bier produziert werden, deren Geschmack aus traditionellen oder innovativen Brauzutaten und deren Gärung resultiert.

    Wir landen euch ein, uns auf dieser Reise durch den Westen der USA zu begleiten. Unsere ungefähre Reiseroute:

    Las Vegas – San Diego – Los Angeles – San Francisco – Portland – Fort Collins – Denver – Santa Fe – Flagstaff – Las Vegas

    Las Vegas haben wir als Ziel-/Startort ausgewählt, da es von der Schweiz günstige Direktflüge gibt und die Einreise sehr schnell/einfach geht.

  • Anlässlich des Frühlingstreffen der Diplom Biersommelier in Bern konnten wir die Brasserie des Franches-Montagnes (BFM) in Saignelégier besuchen. 1997 wurde diese Brauerei gegründet mit der Grundidee, handwerkliche und untypische Biere zu kreieren, welche sich unter Umständen auch mit einem Wein messen können. Vor kurzem wurde unweit der Brauerei eine neue Anlage gebaut, in welcher mehrheitlich die ’normalen‘ Biere gebraut werden. Die Brauerei ist in gut 10 Minuten ab dem Bahnhof Saignelégier zu Fuss erreichbar.

    11 Biere on tap mit Kleinserien, die es nur vor Ort gibt (zB ein Alt)!

    Von aussen erscheint BFM eher unscheinbar und ist nicht sofort als Brauerei erkennbar. Im Innern merkt man dann rasch, wo man sich befindet. Auf kleinstem Raum wurde bis vor kurzem noch sämtliche Biere hergestellt. Seit Januar 2019 wurde unweit der Brauerei eine neue Anlage gebaut, in welcher mehrheitlich die ’normalen‘ Biere gebraut werden, so dass die alte Brauanlage wieder Raum schafft für neue, verrückte Kreationen.
    An der Bar gleich beim Eingang sind elf Biere am Fass und man hat Ausblick auf die Brauanlage und die Fässer mit dem legendären ‚L’Abbaye de Saint Bon-Chien‘, einem im Eichenfass gereiften Bier, welches den Namen der ehemaligen Hauskatze trägt (Bon-Chien). Selbstverständlich kann man im angrenzenden Shop seine Lieblingsbiere kaufen und nach Hause nehmen.

    Unsere Favoriten vom Fass: La Mandragore – ein Winterbier sowie das Altbier (Brune Brune), welches sehr gut mit einem original Düsseldorfer Alt mithalten kann. Und natürlich das L’Abbaye de Saint Bon-Chien (die Katze ist tot – es lebe die Katze!)


    Es lohnt sich auf jeden Fall, BFM zu besuchen! Es werden Dienstag bis Samstag von 9 bis 16 Uhr auch Führungen angeboten (Dauer ca. 2 Stunden). Unsere mit Jérôme war rebellisch, spannend und interessant.
    http://www.brasseriebfm.ch

  • Vom 04. – 06. April 2019 fand in Zürich Altstetten das 6. Zürich Bier Festival statt. Für CHF 20.- Eintritt und CHF 5.- Pfand für das Degustationsglas

    Es fanden auch wieder verschiedene Workshops statt (Brewers Backstage), bei welche anwesende Brauer über ihre Brauerei, ihre Biere referierten und spannende Geschichten erzählten. Begleitet wurden diese Präsentationen mit einem kleinen Tasting (in der Regel 3 Biere). Die Workshops waren gratis (first come – first serve).

    Hier einige der anwesenden Brauereien:

    – Einstök (Island)
    – Velka Morava (Russland)
    – Brouwerij de Moersleutel (Holland)
    – Dogma Brewery (Serbien)
    – Lindemans (Belgien)
    – Baladin (Italien)
    – Browar Maryensztadt (Polen)
    – Delirium (Belgien)
    – Vaat (Estland)
    – ………….

    und natürlich viele Kleinbrauereien aus der Schweiz.

    Unsere Highlights:
    Aztec Hot Chocolate von der Brouwerij de Moersleutel
    To the moonnn and back DIPA von der Kabinet Brewery (Russland)

    Wir waren am 2. Tag (Freitag) an der Messe. Zu Beginn so gegen 18 Uhr hatte es noch angenehm viele Leute, so dass man mit den Brauern noch ein Schwätzchen halten konnte. Ab 19.30 Uhr wurde es dann richtig eng. Grund dafür war sicher das sehr kühle Wetter, so dass der Aussenereich (mit den Foodständen) nicht zum Verweilen eingeladen hat. Neue Besucher mussten lange anstehen, um den Eintritt zu bezahlen und das Degu-Glas zu bekommen. Aber leider musste man auch für die Jetos, mit welchen an den Ständen bezahlt wurde, lange angestanden werden. Nicht so optimal war, wie in den vergangenen Jahren, die relativ laute Musik, die eine normale Kommunikation mit anderen Bierbegeisterten beinahe verunmöglicht hat.
    Wie in den vergangenen Jahren gab es auch wieder den gut sortierten Festivalshop, an welchem man die Biere, die man degustieren hat, auch kaufen konnte – falls sie nicht bereits ausverkauft waren.







  • Am 23. März 2019 fand in der Markthalle Basel die Basler Craft Bier Messe statt. Viele Brauereien aus der Region bzw der Schweiz stellten die grosse Vielfalt ihrer handwerklich gebrauten Biere vor. Ob ein klassisches Helles oder ein dunkles Stout, die Auswahl war sehr gross. Aber bereits war auch der Trend zu fruchtigen und sauren Bieren spürbar.

    Natürlich wurden wie das letzte Jahr auch wieder Kurse und Workshops angeboten. Und trotz dem (leider) sehr schönen Wetter war die Bier Basel gut besucht.

    Auch die Brauerzunft beider Basel war mit einem Stand vertreten, an welchem das extra für diesen Anlass gebraute Bier (ein Red Ale) ausgeschenkt wurde. Geschmeckt hat es auf jeden Fall. Rolf war von 14.00 bis 18.00 Uhr im Einsatz, während ich verschiedene Biere verkostet habe.

    Die Markthalle Basel ist der perfekte Ort für einen solchen Anlass. An vielen verschiedenen Foodständen kann man sich verpflegen. Ob Thai, Griechisch, Italienisch oder Südafrikanisch – hier findet jeder/jede etwas Feines zu essen.

  • Eine Brauerei, deren Biere uns schon immer fasziniert haben, ist „Brouwerij de Molen“ in Bodegraven. Sie war auch der Hauptgrund für unsere Reise nach Holland. Den ersten Kontakt mit einem Bier aus dieser Brauerei hatten wir vor gut 2 Jahren im „Bierjohann“ in Basel. Wenn ich mich recht erinnere war es das „Hamel & Sikkel“, ein Porter. Wir waren von Anfang an begeistert. Und nun durften wir diese Brauerei besuchen.

    Die Brauerei bzw das Braucafé befindet sich in einer Windmühle, welche 1697 erbaut wurde. Im „Bierwinkel“, einem kleinen Shop, kann man sich mit verschiedenen Spezialitäten eindecken. Nicht nur solchen von De Molen.

    Damit auch ich die in der Führung inkludierten Biere geniessen konnten, sind wir mit dem Zug angereist. Von Gouda aus ging das ganz einfach und auch ganz schnell. Vom Bahnhof ist die Windmühle zu Fuss in knapp 10 Minuten erreichbar. Wichtig ist, dass man sich für die Führung anmeldet, da sie nur samstags um 12.30 hr und 14.30 hr stattfindet. Sie dauert 80 – 90 Minuten und kostet € 17.50.

    Die Führung (in Englisch) war einfach genial. Zuerst bekam man Einblick in Geschichte der Brauerei und danach wurde mit Hilfe der alten Brauereigeräten der Brauprozess erklärt. Dies mit sehr interessanten, aber einfach zu verstehenden Erklärungen. Obwohl wir schon viele Führungen gemacht haben, konnten wir doch noch Neues lernen. Auch hier wurden uns schon während der Führung verschiedene Biere vom Fass gereicht. Mit den wichtigsten Informationen natürlich.

    In der Mühle selber wird nicht mehr gebraut. Da der grossartige Erfolg der Brauerei das Gebäude aus allen Nähten platzen lies, wurde die Hauptproduktion in ein neues Gebäude verlagert.  Auf der historischen Anlage werden nur noch spezielle Sude kreiert bzw sie dient für Braukurse. Die eigentliche Braustätte ist ca 200 m vom Braucafé entfernt. Auch diese konnten wir besichtigen und bekamen weitere Informationen über die Abläufe, die Philosophie und vieles mehr.  

    Faszinierend war das Lager der Holzfass-Biere!!! Ob Gin-, Wein- oder Whiskey-Fass – es reifen wunderbare Spezialitäten in diesen Barrels. 

    Wie dieses Bier wohl schmecken wird?

    Nach der Führung konnten wir im Garten des Braucafés noch das letzte Bier der Führung geniessen. Und dies bei wunderschönem Wetter. Natürlich hat uns der Rundgang auch hungrig gemacht. Darum gab es noch einen kleinen Lunch (auch in flüssiger Form) vor dem Nachhauseweg. Danach haben wir uns im Bierwinkel noch mit „Souvenirs“ eingedeckt.

    De Molen war den Besuch wert!

  • Per Zufall sind wir auf das „Molo Brew AS“gestossen (Google sei Dank). Direkt am Kreuzfahrt-Quai liegt diese Mikrobrauerei in Ålesund. 

    Diese Ort ist einen Besuch wert! Die Atmosphäre ist toll, die Auswahl an Bieren gross und das Personal ist fachkundig. Wir haben uns zuerst für ein Ølplank entschieden. 

    Es waren vier eher leichtere Biere, welche alle wunderbar geschmeckt haben. Vorallem das „Berliner“ war sehr lecker. Danach sind wir auf das NEIPA (Molo Brew Snake Farm) bzw das Imperial IPA (Molo Brew Hip Humbel) gekommen. Beide Biere haben den Stil getroffen – das NEIPA hätte ich gerne etwas fruchtiger gehabt. 

    Als Dessert haben wir dann das Russian Imperial Stout geteilt (NOK 115.- / 2 dl), das Molo Brew Night Rocker, welches wirklich gerockt hat. Schwarz wie die Nacht, mit dunklen Beeren/Früchten und Milchschokolade im Gaumen, leichte Kaffeenote, langer süsser Abgang, praktisch ohne Kohlensäure und wenig Bitterkeit. 

    Schade, dass wir um 12.30 Uhr schon wieder auf dem Schiff sein mussten. Wir hätten noch gerne mehr Zeit dort verbracht – 1 1/2 Std war zu wenig. Was auch Schade war, dass keiner der anderen Landgänger vom Schiff sich auf dieses Craftbeer-Abenteuer eingelassen habe. Chance verpasst!