Hoppy Journey

Craftbeer-Reisen rund um die Welt

  • Portland – 2. Tag

    16. Juni 2019
    Heute bleibt das Auto auch wieder unbenützt. Und heute ist eher ein gemütlicher Tag mit ’nur‘ zwei Brauereien bzw Brewpubs. Nach einer einer unterhaltsamen Busfahrt in den Nordosten von Portland, erreichen wir den Stadtteil Alberta Arts District, eine hippe Gegend mit vielen Bars, Restaurants, Gallerien, Shops und Boutiquen. Hier findet auch monatlich ein Strassenmarkt mit Food, Musik und vielem mehr statt. Unsere erste Brauerei ist Great Notion Brewing.
    Wir finden beinahe den Eingang zum ‚versteckten‘, schattigen Garten nicht, da dieser hinter einem sehr gut besuchten Restaurant ist, wo es vor dem Eingang eine unendlich lange Schlage hat. Dort reihe ich mich auch zuerst ein, bis Rolf den für uns richtigen Eingang findet. Auch heute ist es wieder sehr heiss und wir sind froh, dass wir noch einen schattigen Tisch finden. Dort geniessen wir ein erstes Flight.

    Der Garten ist wirklich schön, ruhig gelegen mit schattigen Bäumen. Der Innenraum von Great Notion Brewing ist gross mit zwei Bars mit je ca 20 Taps. Ausgeschenkt werden fruchtige Hazy IPAs und Stouts mit diversen Zusätzen wie blueberry muffin, toasted coconut, mint, roastet walnuts, etc. Ganz verrückte Biere also! Natürlich blieb es nicht nur bei einem Flight!!

    Weiter geht es per Bus Richtung Downtown Portland zu Ecliptic Brewing. Der Name vereinigt zwei Leidenschaften des Gründers: Bier brauen und Astronomie. Das wiederspiegelt sich auch in der Einrichtung. Wir müssen 20 Minuten warten, bis wir einen Tisch bekommen, da das Restaurant ziemlich voll zu sein scheint.

    Die Biere sind im Gegensatz zu Great Notion Brewing eher ‚brav‘, sind aber sehr süffig. Das Flagship Starburst IPA und das Carina Peach Sour Ale überzeugen uns.

    Es ist bereist späterer Nachmittag und wir beenden unsere Reise durch das Sonnensystem, sagen Pluto, Mars und Venus bye-bye und fahren mit dem Bus zurück ins Hotel. Morgen steht uns eine lange Fahrt bevor (gut 350 km) und wir müssen ausgeruht sein.

    Fazit zu Portland: Ein Mekka für Bierliebhaber, welche genügend Zeit mitbringen sollten, um die vielen Pubs, Baren und Microbrauereien besuchen zu können. Wir hätten locker eine Woche bleiben können!!!

    PS: Als Ekliptik wird die scheinbare Bahn der Sonne vor dem Hintergrund der Fixsterne bezeichnet, die sich von der Erde aus betrachtet im Laufe eines Jahres ergibt. (Wikipedia)

  • Portland – 1. Tag

    15. Juni 2019
    Nach einem ausgiebigen Frühstück in einem kleinen Café in Pacific City geht unsere Fahrt weiter Richtung Portland. Die Distanz ist relativ kurz, da wir aber downtown die richtige Zufahrt zu unserem Hotel verpassen, dürfen wir einen gut 4.5 km langen Umweg fahren – mit Stau selbstverständlich. Doch schlussendlich ist unser Auto in der Hotelgarage versorgt, das Zimmer bezogen und wir bereit für das Craftbeer-Abenteuer Portland.
    Wir haben unsere Unterkunft wieder einmal so gewählt, dass alle Brauereien und Brewpubs zu Fuss oder mit dem Bus erreicht werden können. Ein richtig grosses Taphouse ist nur wenige Schritte von unserem Hotel entfernt und auch Restaurants gibt es in Hülle und Fülle. So machen wir uns auf den Weg zu unserem ersten Highlight: Hair of the Dog Brewery
    Diese Brauerei wurde Ende 1993 mit dem Ziel gegründet, Bierliebhabern neue und ungewöhnliche Biere anzubieten. Völlig unscheinbar liegt die Brauerei in einem Industriegebiet und die Biere, die es zu probieren gibt, sind wirklich speziell!!!


    Gerne würden wir draussen sitzen, aber es ist einfach zu heiss (27 Grad). So verkosten wir im grossen, originell eingerichteten Innenraum eine feine Auswahl an Bieren und essen dazu etwas kleines (Foodpairing). Die Biere von Hair of the Dog ist spezialisiert auf vorwiegend hochalkoholische Flaschenbiere (belgisch und englische Starkbiere), aber auch fassgelagerte Biere. Die Biere sind nur im Umkreis von Portland erhältlich.

    Die nächste Brauerei ist nur einen Steinwurf entfernt: Modern Times Brewery. Da wir diese aber in San Diego schon besucht haben, lassen wir sie aussen vor. Nur über die Strasse ist dann unser nächstes, spontanes Ziel: Rogue Eastside Pub & Pilotbrewery.

    Hier kann man sich sein Flight selber zusammenstellen. Und natürlich gibt es auch diverse feine Sachen zum essen. Was imponiert: der grosse, sandige Aussenbereich mit einladenden Sitzgelegenheiten und tollen Spielen (zB Boule, Schach, etc). Da alle Schattenplätze besetzt sind bleiben wir drinnen und geniessen ein 4-er-Flight.

    Nun müssen wir schon etwas weiter laufen: gut 110 Meter!!! Und schon folgt das nächste Highlight: das Cascade Brewing Barrel House. Wir setzen uns auf die schattige Terrasse und genehmigen uns ein erstes Flight mit einem ‚Pretzel‘. Schliesslich braucht der Magen auch wieder einmal etwas Festes. Der Kellner merkt bald, dass wir uns auskennen und gibt uns Tipps für das nächste Flight.

    Die Cascade Brewing ist seit 2006 ein Sauerbier-Pionier und die stolze ‚Erfinderin‘ des Northwest Sour Ale. Die unverwechselbaren, sauren Biere sind im Fass gereift, oft unter Zugabe von Früchten. Daraus ensteht eine komplexe Palette von einmaligen Aromen. Einfach herrlich – einfach grandios! Für uns als Sauerbier-Liebhaber das Paradies schlechthin.
    Auf dem Rückweg ins Hotel machen wir einen Zwischenstopp beim Italiener – unterdessen ist es schon 19 Uhr geworden – und fallen dann todmüde und um einige Erfahrungen reicher ins Bett.

  • Pelican Brewing und De Garde

    14. Juni 2019
    Unser nächstes Ziel ist Pacific City. Schon bei der Planung unserer Reise war dieser Ort ein ‚MUST‘ für mich, denn ich wollte wieder ans Meer. Die Strecke führt uns zuerst von Bend nach Tillamook, da wir unbedingt De Garde Brewing besuchen wollen. Wir sind etwas früh drann – De Garde öffnet erst um 15 Uhr – und so besuchen wir Pelican Brewing Co, welche direkt über die Strasse ist. Im Taproom hat man das Gefühl, direkt zwischen den Sudkesseln zu sitzen. Man kann den Brauprozess also hautnah miterleben. Wir nehmen ein kleines Bier und essen dazu einen Brewer-Prezel, welcher sich als Laugenstange mit Senf herausstellt.

    Punkt 15.00 Uhr gehen wir über die Strasse zu de Gard Brewing. Diese kleine Brauerei ist spezialisiert auf spontane Vergärung, dh es wird keine kultivierte Hefe beigefügt sondern in offenen Gärtanks gelangen jene wilden Hefen in die Würze, die gerade ‚herumschwirren‘. Danach kommt das Bier in verschiedene Holzfässer (6 Monate bis 5 Jahre / mit oder ohne Früchte) um zu reifen. Das Resultat sind einzigartige American Wild Ales!!
    – The Lucy – im Muscat-Fass gelagert
    – The Lilly (Batch 4) – im Tepranillo-Fass gelagert
    – The Kriek (Batch 4) – mit Sauerkirschen

    Um 15.15 Uhr ist jeder Platz im Taproom besetzt.

    Ich fahre, da ich ja nicht wirklich etwas verkostet habe, weiter nach Pacific City. Die Fahrt führt uns an wunderschönen einsamen Stränden vorbei. Wir beziehen unser schmuckes Motel und gehen dann zu Fuss zum Restaurant von Pelican Brewing, welches direkt am Meer liegt! Als wir ankommen kommen wir auf eine Warteliste, da es Freitagabend und das Restaurant voll ist. So können wir noch ein wenig am Strand entlang laufen bis das SMS kommt, dass unser Tisch nun frei ist. Zum Glück können wir drinnen sitzen, denn es ist nicht wirklich warm, trotz Sonnenschein. Aber von unserem Platz können wir den wunderschönen Sonnenuntergang auch bewundern. Die Atmosphäre ist etwas hektisch, das Servicepersonal hat es aber relativ gut im Griff. Ich erhalte am Schluss zwar zwei (bierige) Desserts, muss aber nur eines bezahlen. Auch gut. Die Biere von Pelican Brewing sind süffig und haben eine gute Drinkability.
    Zum Glück müssen wir noch gut 25 Minuten zum Motel zurück laufen, so können wir die Dessert-Kalorien teilweise verbrennen.

    Mein erster Eindruck von Pacific City war, dass es ein verschlafenes Dorf ist. Am Strand jedoch geht die Post ab. Hier wird gebaden, gefischt, gesurft – egal welche Wassertemperatur herrscht. Und typisch Amerikanisch fährt man mit dem Auto direkt auf den Strand und so nah wie möglich ans Meer.

  • Bend – Das kleine Craftbierparadies

    12. – Juni 2019
    Wir fahren weiter Richtung Norden und verlassen Californien. Unser nächstes Ziel ist Bend (Oregon), welches auf 1100 müM nördlich der Great Sandy Desert am Deschutes River liegt. Die Stadt ist übersichtlich, viele Brauereien sind zu Fuss erreichbar und sie hat Einiges zu bieten. So liegt zB südlich der Stadt das Newberry National Volcanic Monument, ein Naturschutzgebiet rund um einen der größten Schildvulkane der Kaskadenkette. Mittelpunkt des Vulkanes ist die Caldera mit einem Durchmesser von etwa 6,5 km. In ihr liegen die beiden Seen Paulina Lake und East Lake und der jüngste Lavafluss Big Obsidian Flow. Der Vulkan ist noch nicht erloschen, hat sich aber schon seit längerer Zeit nicht mehr bemerkbar gemacht. Wintersportbegeisterte finden im Skigebiet Mount Bachelor genügend Pisten, um sich auszutoben.

    Die Fahrt von Redding, unserem Zwischenstopp, nach Bend dauert gut vier Stunden und ist dank der schönen Landschaft sehr kurzweilig. Nach dem Check-In im Motel und einer ersten Erkundung der Umgebung ist unser Ziel die Bend Brewing Company. Sie liegt direkt am Fluss Deschutes, hat eine Bar, einen Taproom (mit Essen) und einen sehr schönen und grossen Aussenbereich. Leider hat es erst vor kurzen stark geregnet und die Mitarbeitenden sind daran, die Bänke und Tische zu trocknen. Nach der Hitze tut die Abkühlung gut. Darum setzen wir uns an die Bar und nehmen ein erstes Flight. Die Biere die wir verkosten, stechen aber nicht besonders hervor. Evt sind wir auch schon ein wenig verwöhnt!

    Danach gehen wir ins Deschutes Brewery & Public House, um etwas zu essen. Etwas Richtiges hatten nach der langen Fahrt noch nicht. Und nur von Bier können/sollten wir uns nicht ernähren. Das Taphouse ist gross und sehr gut besucht. Wir bekommen aber sofort einen Tisch und gönnen uns etwas Gutes zum Essen und dazu nehmen wir ein Pub-Exclusive-Flight. Nach dem Essen spazieren wir gemütlich dem Fluss entlang zurück zu unserem Motel.

    13. Juni 2019
    Nachdem wir am Vormittag den Big Obsidian Flow und die Lava River Cave besucht haben (ja, etwas Natur steht auch auf unserem Programm) besuchen wir Boneyard Brewing. Das Pub liegt nur 5 Minuten zu Fuss von unserer Unterkunft entfernt und ist eine geniale Location! Der Innenraum kann mit riesigen, Garagetor ähnlichen Fenstern geöffnet werden und der Aussenraum lädt zum Verweilen ein. Es stehen verschiedene Flights auf der Karte (Core, Hoppy und Sour) und wir entscheiden uns für Core und Sour. Drei Biere stechen hervor:
    – Diablo Rojo – ein Red Ale
    – Notorious – ein Triple IPA
    – Hop Venom – ein Imperial IPA

    Wie verweilen gut zwei Stunde bei Boneyard, geniessen das angenehme Wetter und die entspannende Atmosphäre.

    Wir erfrischen uns danach kurz im Hotel und gehe dann wieder dem Deschutes River entlang ins Zentrum zu Worthy Brewing. Die Brauerei befindet sich ausserhalb von Bend, dh wir hätten für einen Besuch das Auto nehmen müssen. Darum besuchen wir den kleinen ‚Ableger‘. Es ist gerade Tacos-Happy-Hour und so verkosten wir verschiedene Biere bei mexikanischem Ambient. Danach geht es wieder zu Fuss zum Motel – es ist schon toll, wenn man nicht auf das Auto angewiesen ist.

    Das Fazit zu Bend: es hat sich gelohnt, diese gemütliche Stadt zu besuchen. Das nächste Mal planen wir mehr Zeit ein, damit wir noch die anderen Brauereien besuchen können und auch mehr Zeit für die Natur (wandern, biken, Kanu fahren, etc) haben.

  • Sierra Nevada Brewing Co

    11. Juni 2019
    Heute geht es von Santa Rosa nach Chico (Kalifornien) zu Sierra Nevada. Die Sierra Nevada Brewing Company wurde 1980 von Ken Grossman als Hausbrauerei gegründet. Er ist das Urgestein der Amerikanischen Craftbeer-Bewegung. Sierra Nevada ist eine der grössten und erfolgreichsten Brauereien in den USA und ihr Pale Ale mit der unverwechselbaren grünen Etikette kennt wohl jeder.
    Wir müssen einige Hügelketten überwinden bis wir im Sacramento Valley sind. In diesem doch eher trockenen Gebiet wird sogar Reis angebaut. Kurz vor 12 Uhr sind wir bereits in der Brauerei, so dass wir uns noch der Mittagstour anschliessen können. Es werden verschiedene Touren angeboten, darunter aber solche, die nicht täglich durchgeführt werden. Darum lohnt es sich, bei der Planung eines Besuchs zu überlegen, welche Tour man gerne machen möchte. Uns hätte die ‚Nachhaltigkeits-Tour‘ sehr interessiert, da bei Sierra Nevada Brewing die Umweltverträglichkeit eine sehr wichtige Bedeutung hat. Doch leider sind wir am ‚falschen‘ Tag in Chico.

    Unsere ‚Chico Brewery Tour‘ dauert 45 Minuten, ist sehr lehrreich und gratis! Sie führt uns durch den gesamten Brauprozess und der Höhepunkt ist das gekühlte Hopfenlager, in welchem wir die verschiedenen Hopfen (gepresst, nicht Pellets) beschnuppern dürfen. Wir sind von wunderbaren Düften umgeben und erfahren einiges über Hopfen. Nach dem Rundgang gibt es eine Verkostung von 4 Bieren (Pale Ale / Summerfest / Hazy little thing / Baltic Porter). Natürlich mit den passenden, teils witzigen Kommentaren.

    Nach der Brauereiführung geht es noch in den Taproom, denn wir haben nach dem intensiven Rundgang Hunger bekommen. Das Restaurant ist sehr gross und es gibt 20 Biere on tab und diverse Flaschenbiere. Auf unserem flight heute:
    – Otra vez with lime & blue agave / Amerikanische Gose
    – Hop Bullet / Double IPA
    – Old Chico Brand / Kristallweizen
    – Big Foot 2012 / Barley Wine Style Ale (hervorragend)
    – Big Foot / BA Bourbon Barley Wine (hervorragend)

    Natürlich essen wir auch etwas – das ist aber eher nebensächlich. Da ich wieder einmal die Fahrerin bin, muss ich mich zurückhalten. Aber im RIESIGEN Shop kaufen wir noch etwas Feines ein, zum späteren Genuss im Motel.

    Bar mit grosser Auswahl an Bieren.
    Ein wunderbarer Barley Wine

  • Russian River Brewing Company

    10. Juni 2019
    Die Russian River Brewing Company wurde 1997 gegründet und die Brauerei mit Brewpub befindet sich in der Innenstadt von Santa Rosa (CA). Seit Herbst 2018 steht mitten im Sonoma County, genauer gesagt in Windsor, die neue, hochmoderne und weitläufige neue Brauerei mit grossem Fasslager. Russian River ist bekannt durch ihre California Ales, die starken IPAs, Belgian-style Biere und ihre Sauerbiere. Das Triple IPA ‚Pliny the Younger‘ lockt jährlich beim Release hunderte Bierliebhaber an und ist im Nu ausverkauft. Aber auch ‚Pliny the Elder‘ ist ein wunderbares DIPA.


    Wir kommen gerade richtig zu einer 11.45 Uhr Führung. Am Empfang werden wir mit einem Degustationsglas ausgerüstet, schliesslich gilt es drei Biere zu verkosten. Wichtig ist, dass man geschlossene Schuhe trägt! Unserer kleinen Gruppe (4 Leute) wird die moderne Brauanlage für die Ales und die Sauerbiere gezeigt, zwei total voneinander getrennte Produktionsabläufe. Die Mitarbeitenden werden jeweils tageweise im Ale- oder im Sauerbierbereich eingesetzt. Muss ein Mitarbeiter ausnahmsweise den Bereich wechseln, wird er total ‚desinfiziert. Die Brauer wollen nicht das Risiko eingehen, dass sich die Bakterien/Hefen der Sauerbiere in den anderen Brauereibereich verirren. Herzstück der Brauerei ist das riesige Barrelhouse, eines der Grössten in der USA und ein weiteres Highlight ist das offene Kühlschiff. Dort dürfen wir auch ein Riesling-Lager degustieren, welches total köstlich schmeckt. $ 15 für die Führung haben sich gelohnt. Die gut 1 1/2 Std waren lehrreich, funny und eindrucksvoll. Natürlich darf man das Verkostungsglas behalten.

    In der Brauerei in Windsor kann man auch gut – aber nicht ganz günstig – essen. Das Restaurant ist gross, hell und es hat einen sehr grossen Aussenbereich.

    Am Abend gehen wir noch ins Brewpub in Santa Rosa, welches nur 10 Minuten von unserem Motel weg ist. Parkplätze vor dem Brewpub hat es genügend. Wir müssen gut 20 Minuten auf einen freien Tisch warten, da gerade das NBA-Finalspiel läuft und das Pub übervoll ist. Wir verkosten ein 11-er-Flight mit WestCoast Pale Ales und IPAs. Dazu gibt es eine superfeine Pizza.

    Natürlich sind wir nicht mit leeren Händen aus Windsor weg. Nebst T-shirts und Golfcap finden noch folgende beiden Biere den Weg zurück in unser Motel, welche wir zu einem späteren Zeitpunkt verkosten werden.

    – Supplication / American Wild Ale
    – Consecration / American Wild Ale

  • Alvarado Street Brewery

    08. Juni 2019
    Unsere Reise führt uns weiter von Buellton nach Capitola. Nach einem guten Frühstück im Motel (mit richtigen Tellern), fahren wir los Richtung Norden. In Moro Bay machen wir einen Abstecher zum Hafen, schliesslich gilt es, das Wahrzeichen – den Moro Rock – fotografisch festzuhalten.

    Aussicht auf den Moro Bay Rock

    Weiter geht es auf dem Highway Nr 1 der Küste entlang nach Monterey, vorbei an ‚Sea Lion Point‘ mit einer Kolonie von See-Elefanten. Nach einer hügeligen und kurvigen Strasse mit zunehmendem Verkehr ist der nächste Stopp die ‘Bixby Bridge’, die kurz vor Carmel liegt. Hier hat es einen richtigen Stau, weil jeder/jede diese Brücke mit der schönen Küste fotografieren will. Zum Glück finden wir noch eine kleine Parklücke, so dass auch wir in den Genuss der einmaligen Aussicht kommen.

    Kurz darauf erreichen wir den mondänen und teuren Ferienort Monterey. Da wir nach dieser langen Fahrt Hunger verspüren besuchen wir die Alvarado Brewery. Unser Auto können wir überraschenderweise gratis in einem nahe gelegenen Parkhaus stehen lassen.

    Die Alvarado Brewery gibt es ca seit 2014 und sie befindet sich im historischen Teil von Old Monterey. Das Brewpub hat 140 Sitzplätze inklusive einem schattigen Patio, von welchem man die Leute auf der Alvadaro Street beobachten kann und dem kleinen aber feinen Biergarten im Hinterhof. Es gibt über 20 Biere On Tap und eine ansprechende Menukarte, inkl Barbecue Specials am Wochenende im Biergarten. Die Biere sind süffig und es gibt vom ‚einfachen‘ Pale Ale bis zum Imperial Porter mit speziellen, typisch Amerikanischen Zutaten wie Vanille, Orange, Cocoa Nibs etc. Ich entscheide mich für ein leichtes Kettle Sour (schliesslich darf ich noch weiterfahren) und dazu esse ich den Burrata Salat, welcher wirklich sehr gut schmeckt.

    Bevor es jedoch Richtung Capitola geht machen wir einen kleinen Spaziergang zum wirklich schmucken Hafen, wo es viele Fischrestaurants und natürlich Souvenirshops gibt.


  • Sante Adairius Rustic Ales

    08. Juni 2019
    Wir verlassen Monterey und sind nach kurzer 45-minütiger Fahrt an unserem Tagesziel Capitola. Wir checken rasch in unserem Motel ein, damit wir sofort die nächste Brauerei besuchen können, die Sante Adairius Rustic Ales Brewery.

    Der Tasting Room – eher unscheinbar.

    Sante Adairius Rustic Ales ist eine kleine, familiär geführte Brauerei, welche den Schwerpunkt auf Sauerbiere legt. Qualität und Authentizität ist den Besitzern/Brauern bei den belgisch inspirierten Bieren wichtig. Die Biere reifen in (Wein-)fässern mit verschiedenen Hefen und Bakterien und das Resultat sind excellente und aussergewöhnliche Biere!!

    Sante Adairius mit excellenten Sauerbieren!

    Wir haben unser Motel – ein Quality Inn & Suites – so gewählt, dass wir zu Fuss zum Tasting Room gehen können. So darf auch ich ohne schlechtes Gewissen verkosten und geniessen. Die Anfahrt mit dem Auto ist eher etwas schwierig, da Sante Adairius Rustic Ales eher unscheinbar in einem Wohngebiet liegt. Bei unserem 1. Versuch mit dem Auto zur Brauerei zu fahren, wurden wir von einer Barriere im Wohnquartier gestoppt.

    Der Tasting Room ist eher klein und das Ambiente familiär. Wir sind die einzigen Touristen und fühlen uns sofort wohl. Schnell kommen wir mit den Gästen am Nebentisch ins Gespräch. Die Auswahl an den gut 15 Zapfhähnen ist wunderbar und es gibt auch diverse Sauerbiere in Flaschen.
    Wir lasse uns auf folgende Biere ein:
    – Beauty Sleep – Barrel Aged Saison with Rasberries
    – Foudre Nr 2 – Foudre Aged Saison
    – Cask 200 – Barrel Aged Solera-Style Saison
    – Anaïs – House Saison
    – With Apreciation – Barrel Aged Saison with Boysenberries (Flasche)

    Sante Adairius Rustic Ales ist nicht nur ‚dog friendly‘, wie man auf einem der nächsten Bilder erkennen kann.

    Unser Fazit: Sante Adarius Rustic Ales war ein Highlight unserer Reise. Perfekte, traditionelle Sauerbiere! Der Zwischenstopp in Capitola hat sich gelohnt.

    PS: Capitola hat auch einige gute Restaurants direkt am Meer. Zum Beispiel das Margaritaville, wo nicht nur die Margaritas schmecken.

  • Miramar – Craftbeer-Paradies

    Wer einmal im Craftbeer-Himmel schweben möchte, sollte nach Miramar kommen. Es ist ein Stadtviertel von San Diego und dort befindet sich auch die United States Navy Fighter Wapon School, welche aus dem Film ‚Top Gun‘ bekannt wurde.

    Die Auswahl an Brauereien mit eigenem Taproom ist riesig. Hier eine Auswahl:
    – Division 23 Brewing
    – Ballast Point Brewing
    – Rough Draft Brewing Company
    – Saint Archer Brewing Co
    – Duck Foot Brewing Co
    – Mikkeller Brewing
    – Align Brewing
    – AleSmith Brewing Company
    – Mike Hess Brewing
    – Pure Project
    – …………

    Alesmith ist eine grossartige Brauerei! Sie wurde 1995 gegründet und hat ein sehr schönes Taphouse mit einem grossen Patio. Ausserdem findet man noch ein kleines Baseball-Museum. Parkplätze sind natürlich genügend vorhanden. Damit man nicht verhungern muss, kommt jeweils mittags bzw abends (Fr/Sa) ein Food Truck. On Tap findet man Year-Round Brews, Saisonale Biere, Barrel-Aged und Specialty Releases. Man kann sich selber einen Flight mit Tasters zusammenstellen. Wir sind mit den hellen Bieren gestartet und haben dann zu den Dunklen gewechselt.

    Unsere Highlights:
    Nut Brown English-Style Ale (Brown Ale)
    Vietnamese Speedway Stout (Imperial Stout mit Vietnamesischem Kaffee)

    Einen Abstecher machen wir auch zu Ballast Point, da es nach den ersten Flights doch recht Hunger gab. Bei Ballast Point kann man nicht nur Biere trinken, sondern auch essen. Das Restaurant ist sehr gross, mit einer schönen, schattigen Terrasse. Meine Taccos waren wunderbar!

    Frisch gestärkt geht es dann weiter zu Pure Project, einer ganz, ganz kleinen Brauerei mit winzigem Taproom (ca 10 Plätze). Die Auswahl ist überschaubar, mit viel Frucht und experimentiell. Cool ist, dass man mehr oder weniger direkt in die dampfenden Braukessel sehen kann.

    Fazit des Tages:
    Die Dichte von Brauereien in San Diego ist gewaltig, was die Auswahl sehr erschwert. Nur mit einer guten Vorbereitung und sehr viel Ausdauer gelingt es, das Beste herauszuholen. Verkostungsnoten folgen noch!

  • The Bruery Terreux

    07. Juni 2019
    The Bruery ist eine Boutique-Brauerei, welche auf Barrel Aged und besondere Ales spezialisiert ist. Gegründet wurde sie 2008 und sie hat zwei Standort in Anaheim, die Stammbrauerei plus das ‚Terreux‘ wo wunderbare Fassbiere produziert und gelagert werden. Die Würze wird jedoch in der Stammbrauerei gebraut.

    Im Taproom des ‚Terreux‘ hat es 40 Biere vom Fass. Spezialitäten werden aus der Flasche eingeschenkt. Wir entscheiden uns für ein Flight mit folgenden Bieren:

    • Maibock / Traditional Hellesbock, German Styl Lager
    • White Chocolate with Cherries / BBA Weatwine
    • Acier / Bourbon BA Old Ale
    • Frucht: Cucumber / Oak Foeder Aged Tart Berliner Weisse mit Cucumber
    • Oude Tart / Wine BA Flemish Red ale (18 Monate im Fass)
    • Gypsy Tart / Flandern-style Brown Ale
    • Valise / Wine-inspired Sour Ale with Viognier Grape

    Wir werden während unserem Tasting vom Brauer unterbrochen und bekommen eine spontane Führung. Er erklärt uns, wie die Sauerbiere gemacht werden, die Philosophie die dahinter steckt und wir sind beeindruckt von den ‚foeder‘, den riesigen Holzfässern, in welchem die Bier gelagert werden. Spannend ist auch die ‚Solera‘-Methode, die normalerweise für die Reifung von Sherry oder Brandy angewandt wird. Dabei werden Eichenfässer übereinander gestapelt. Aus der untersten Reihe Fässer wird ca ein Drittel des fertigen Bieres abgefüllt. Diese teilweise geleerten Fässer werden sodann mit jüngerem Bier aus der nächsthöheren Reihe befüllt. Diese Vorgehensweise wird wiederholt, bis die höchste Reihe leer ist und mit frischem Bier nachgefüllt werden kann.

    Wir durften hervorragende Sauerbiere probieren. 2 Spezialitäten haben noch gekauft, damit wir sie später unterwegs geniessen können. Darauf freuen wir uns jetzt schon. Der Besuch von The Bruery Terreux hat sich gelohnt!!!