Salon de la Bière

07. April 2023
Für Ostern waren die Wetterprognosen schlecht: ein Kaltlufttropfen (Höhentief) würde am Karfreitag für garstiges Regenwetter sorgen. Also was tun, um sich daheim nicht zu langweilen? Man geht spontan an ein Craftbeer Festival in die französische Schweiz. In Martigny fand am 7. + 8. April 2023 der Salon de la Bière statt, mit 35 Brauereien und diversen Foodtrucks. Und so stiegen wir am Karfreitag kurz vor neun Uhr in den Zug Richtung Westen.

Die Fahrt von Basel via Bern und Visp nach Martigny war sehr abwechslungsreich, brachte das Höhentief doch Schneegestöber, welches die Wiesen im Flachland weiss werden liess. Wir kommen pünktlich kurz nach zwölf in Martigny an und machen uns zu Fuss in Richtung Festivalgelände, genauer zum CERM (Centre d’Expositions et de Réunions de Martigny). Unterdessen hat der Regen bzw Schnee aufgehört und die Sonne zeigt sich sogar. Nach gut 15 Minuten sind am Veranstaltungsort angekommen.

Der Salon de la Bière hat um 11 Uhr gestartet. Wir sind also sehr früh da und es hat so gut wie keine Leute. Schon beim Eingang merken wir, dass der Anlass gut organisiert ist. Überall sieht man Helfer und es gibt eine Reihe für die Tageskasse und eine Reihe für jene Besucher, die schon ein Ticket haben. So nehmen wir ohne Anstehen unser Festivalband im Empfang und begeben uns in die Halle.

Wir sind von der Grösse der Halle überrascht. Sie ist RIESIG, so dass die einzelnen Brauereien winzig klein erscheinen. Das Festivalgelände ist in fünf Bereiche unterteilt:

– Empfang und Bereich mit den 35 Brauereien
– Verpflegung (Foodtrucks mit vielen Sitzgelegenheiten)
– Spielecke mit Kinderbetreuung!
– Spielecke für Erwachsene mit Riesen-Dart, Bierrodeo, Tischfussball und vielem mehr
– Aussenbereich mit weiteren Foodtrucks, Sitzgelegenheiten und einem fantastischen Blick auf die Berge

Wir begeben uns zuerst zum Empfang bzw wir werden freundlich winkend dazu aufgefordert, näher zu kommen. Für uns ist nicht klar, wie es nach dem Eingang weitergeht und nun sind wir froh, dass uns gesagt wird, wie das ganze funktioniert. Wir erhalten ein Glas und können auf den am Festivalband angebrachten Chip Geld laden. Der Salon de la Bière ist nämlich cashless. Das ist für die Brauereien und Foodtrucks sicher hilfreich, entfällt doch das Geldhandling. Die Aufladung kann man mit Bargeld oder einer der üblichen Karten begleichen. Die Biere starten bei CHF 1.- bzw 2.- pro 1.5 dl bzw ab CHF 3.- für 2.5 dl. Wir laden CHF 30.- als Startguthaben auf meinen Chip. Mal schauen, wie weit wir kommen.

Mein erstes cashless-Bier. Schnell und unkompliziert.

Überall hat es Stehtische, die zum Verweilen einladen. Damit man sich in der Halle zurechtfindet stehen an diversen Orten grosse Situationspläne. Was uns jedoch fehlt, ist ein Booklet mit einer Beschreibung der einzelnen Brauereien. Dafür sieht man bei jeder Brauerei auf einer grossen Tafel, welche Biere ausgeschenkt werden. Meist sind es 6 – 8, entweder vom Fass oder aus Flaschen/Dosen. Auf der Tafel findet man auch Details wie Alkoholgehalt, Bittere, Fruchtigkeit, etc. Der professioneller Glasspüler ist zentral in der Halle positioniert und Toiletten hat es genug. Was mir sehr gut gefällt, dass die Hintergrundmusik nicht zu laut ist, so dass eine Unterhaltung in normaler Lautstärke möglich ist.

Nach dem Mittag kommen auch mehr Besucher. Es fällt auf, dass es eine Festival für alle ist und so sehen wir auch Familie mit Kindern. Da macht eine Kinderbetreuung wirklich Sinn. Die Eltern geniessen ein oder zwei Biere und die Kinder haben ihren Spass beim Spielen und Basteln.

Sehr grosse Brauereien finden wir am Salon de la Bière nicht. Ausser White Frontier, 7Peaks Brasserie, Blackpig Brew und Drunk Beard Brewing kenne wir so gut wie keine der anwesenden Brauereien. Das macht das ganze sehr spannend. Stouts und Porter findet wir nur wenige, es überwiegen die helleren Bierstile. Aber wir trinken einige etwas speziellere Biere wie zB die Experimental Gose von Blackpig oder ein Bier mit Rosmarin, Thymian, Honig, Zitrone und Ingwer von La Cave. Beide einzigartig und sehr lecker.

Es ist wirklich sehr angenehm am Salon de la Bière. Es hat genügend Platz, es herrscht eine lockere Stimmung und die Biere schmecken wunderbar. Wir schlendern von der einen zur nächsten Brauerei, geniessen tolle IPAs und NEIPAs, Pale Ales und Sauerbiere (jeweils 1.5 dl). Ich laden den Chip nochmals, damit wir an einem der vielen Foodtrucks den Hunger stillen können. Mit dem eigenen Telefon kann man jederzeit den Saldo auf dem Chip überprüfen. Sehr hilfreich und das Aufladen geht jeweils recht schnell.

Später wird es am Salon de la Bière wohl etwas lauter zu- und hergehen. Ab 21:00 Uhr findet jeweils die After-Party mit einer Silent Party am Freitag und einem Live Wave10-Konzert am Samstag statt. Aber dann sind wir schon lange wieder daheim.

Noch ein letztes Black IPA, welches wunderbar geschmeckt hat. Dann geht es kurz vor 16.00 Uhr wieder zurück zum Bahnhof Martigny und auf die 3 1/2-stündige Heimfahrt Richtung Norden. Der Salon de la Bière war sehr gut organisiert. Wir hatten tolle Biere, interessante Gespräche und genossen die entspannte Stimmung. Und wir haben ein weiters Festivalglas für unsere Sammlung.

Das nächste, etwas kleinere aber ähnlich lockere Festival findet am 22. April in Delémont statt: das 2. Jura Craft Beer Festival.

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