Bamberg – Die Biervielfalt geniessen

14. Oktober 2019
Bamberg ist eine wunderschöne Stadt in Franken und seit 1993 UNESCO Weltkulturerbe. Sie ist nicht nur berühmt für ihren historischen Stadtkern, sondern auch für die einmalige Biertradition. In Bamberg wird schon seit über 1000 Jahren Bier gebraut und um 1818 brauten in Bamberg über 60 Brauereien 40’000 hl Bier und dies bei ca 17’000 Einwohner. Auch heute ist Bamberg noch bierfreundlich und für Bierliebhaber und -geniesser lohnt sich ein Besuch, um die verschiedenen Facetten dieser Stadt kennen zu lernen. Für uns war es schon das dritte Mal, dass wir in die Stadt ‘eingetaucht’ sind.

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Alvarado Street Brewery

08. Juni 2019
Unsere Reise führt uns weiter von Buellton nach Capitola. Nach einem guten Frühstück im Motel (mit richtigen Tellern), fahren wir los Richtung Norden. In Moro Bay machen wir einen Abstecher zum Hafen, schliesslich gilt es, das Wahrzeichen – den Moro Rock – fotografisch festzuhalten.

Aussicht auf den Moro Bay Rock

Weiter geht es auf dem Highway Nr 1 der Küste entlang nach Monterey, vorbei an ‚Sea Lion Point‘ mit einer Kolonie von See-Elefanten. Nach einer hügeligen und kurvigen Strasse mit zunehmendem Verkehr ist der nächste Stopp die ‘Bixby Bridge’, die kurz vor Carmel liegt. Hier hat es einen richtigen Stau, weil jeder/jede diese Brücke mit der schönen Küste fotografieren will. Zum Glück finden wir noch eine kleine Parklücke, so dass auch wir in den Genuss der einmaligen Aussicht kommen.

Kurz darauf erreichen wir den mondänen und teuren Ferienort Monterey. Da wir nach dieser langen Fahrt Hunger verspüren besuchen wir die Alvarado Brewery. Unser Auto können wir überraschenderweise gratis in einem nahe gelegenen Parkhaus stehen lassen.

Die Alvarado Brewery gibt es ca seit 2014 und sie befindet sich im historischen Teil von Old Monterey. Das Brewpub hat 140 Sitzplätze inklusive einem schattigen Patio, von welchem man die Leute auf der Alvadaro Street beobachten kann und dem kleinen aber feinen Biergarten im Hinterhof. Es gibt über 20 Biere On Tap und eine ansprechende Menukarte, inkl Barbecue Specials am Wochenende im Biergarten. Die Biere sind süffig und es gibt vom ‚einfachen‘ Pale Ale bis zum Imperial Porter mit speziellen, typisch Amerikanischen Zutaten wie Vanille, Orange, Cocoa Nibs etc. Ich entscheide mich für ein leichtes Kettle Sour (schliesslich darf ich noch weiterfahren) und dazu esse ich den Burrata Salat, welcher wirklich sehr gut schmeckt.

Bevor es jedoch Richtung Capitola geht machen wir einen kleinen Spaziergang zum wirklich schmucken Hafen, wo es viele Fischrestaurants und natürlich Souvenirshops gibt.


Miramar – Craftbeer-Paradies

Wer einmal im Craftbeer-Himmel schweben möchte, sollte nach Miramar kommen. Es ist ein Stadtviertel von San Diego und dort befindet sich auch die United States Navy Fighter Wapon School, welche aus dem Film ‚Top Gun‘ bekannt wurde.

Die Auswahl an Brauereien mit eigenem Taproom ist riesig. Hier eine Auswahl:
– Division 23 Brewing
– Ballast Point Brewing
– Rough Draft Brewing Company
– Saint Archer Brewing Co
– Duck Foot Brewing Co
– Mikkeller Brewing
– Align Brewing
– AleSmith Brewing Company
– Mike Hess Brewing
– Pure Project
– …………

Alesmith ist eine grossartige Brauerei! Sie wurde 1995 gegründet und hat ein sehr schönes Taphouse mit einem grossen Patio. Ausserdem findet man noch ein kleines Baseball-Museum. Parkplätze sind natürlich genügend vorhanden. Damit man nicht verhungern muss, kommt jeweils mittags bzw abends (Fr/Sa) ein Food Truck. On Tap findet man Year-Round Brews, Saisonale Biere, Barrel-Aged und Specialty Releases. Man kann sich selber einen Flight mit Tasters zusammenstellen. Wir sind mit den hellen Bieren gestartet und haben dann zu den Dunklen gewechselt.

Unsere Highlights:
Nut Brown English-Style Ale (Brown Ale)
Vietnamese Speedway Stout (Imperial Stout mit Vietnamesischem Kaffee)

Einen Abstecher machen wir auch zu Ballast Point, da es nach den ersten Flights doch recht Hunger gab. Bei Ballast Point kann man nicht nur Biere trinken, sondern auch essen. Das Restaurant ist sehr gross, mit einer schönen, schattigen Terrasse. Meine Taccos waren wunderbar!

Frisch gestärkt geht es dann weiter zu Pure Project, einer ganz, ganz kleinen Brauerei mit winzigem Taproom (ca 10 Plätze). Die Auswahl ist überschaubar, mit viel Frucht und experimentiell. Cool ist, dass man mehr oder weniger direkt in die dampfenden Braukessel sehen kann.

Fazit des Tages:
Die Dichte von Brauereien in San Diego ist gewaltig, was die Auswahl sehr erschwert. Nur mit einer guten Vorbereitung und sehr viel Ausdauer gelingt es, das Beste herauszuholen. Verkostungsnoten folgen noch!

The Bruery Terreux

07. Juni 2019
The Bruery ist eine Boutique-Brauerei, welche auf Barrel Aged und besondere Ales spezialisiert ist. Gegründet wurde sie 2008 und sie hat zwei Standort in Anaheim, die Stammbrauerei plus das ‚Terreux‘ wo wunderbare Fassbiere produziert und gelagert werden. Die Würze wird jedoch in der Stammbrauerei gebraut.

Im Taproom des ‚Terreux‘ hat es 40 Biere vom Fass. Spezialitäten werden aus der Flasche eingeschenkt. Wir entscheiden uns für ein Flight mit folgenden Bieren:

  • Maibock / Traditional Hellesbock, German Styl Lager
  • White Chocolate with Cherries / BBA Weatwine
  • Acier / Bourbon BA Old Ale
  • Frucht: Cucumber / Oak Foeder Aged Tart Berliner Weisse mit Cucumber
  • Oude Tart / Wine BA Flemish Red ale (18 Monate im Fass)
  • Gypsy Tart / Flandern-style Brown Ale
  • Valise / Wine-inspired Sour Ale with Viognier Grape

Wir werden während unserem Tasting vom Brauer unterbrochen und bekommen eine spontane Führung. Er erklärt uns, wie die Sauerbiere gemacht werden, die Philosophie die dahinter steckt und wir sind beeindruckt von den ‚foeder‘, den riesigen Holzfässern, in welchem die Bier gelagert werden. Spannend ist auch die ‚Solera‘-Methode, die normalerweise für die Reifung von Sherry oder Brandy angewandt wird. Dabei werden Eichenfässer übereinander gestapelt. Aus der untersten Reihe Fässer wird ca ein Drittel des fertigen Bieres abgefüllt. Diese teilweise geleerten Fässer werden sodann mit jüngerem Bier aus der nächsthöheren Reihe befüllt. Diese Vorgehensweise wird wiederholt, bis die höchste Reihe leer ist und mit frischem Bier nachgefüllt werden kann.

Wir durften hervorragende Sauerbiere probieren. 2 Spezialitäten haben noch gekauft, damit wir sie später unterwegs geniessen können. Darauf freuen wir uns jetzt schon. Der Besuch von The Bruery Terreux hat sich gelohnt!!!

Modern Times San Diego

06.06.2019
Modern Times ist eine poppige Brauerei in der Nähe des ‚Old Town San Diego State Historic Park‘, welche sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr (Bus/Trolley + kurzer Fussmarsch) erreichbar ist. Das Taphouse ist sehr gross, eher spartanisch eingerichtet und es befindet sich im Gebäude eine eigene Kaffeebar. So vermischt sich der Duft von frischem Kaffee mit den Gerüchen einer Brauerei. Die Biervielfalt ist riesig, es gibt über 30 Biere vom Fass! Von Session IPA mit 4% über Sauerbiere zu wuchtigen Stouts mit über 14%. Da wir nicht selber fahren müssen, machen wir von dieser Auswahl rege Gebrauch. Es besteht auch hier verschiedene ‚taster‘ (4 oz) zu bestellen. Man kann die Rechnung ‚offen lassen‘ (tap open), dh die Kreditkarte wird hinterlegt und man kann ganz am Schluss bezahlen.

Essen kann man in der Brauerei nicht. Höchstens ein Stück Kuchen zum Kaffee gibt es. Aber fussläufig gibt es einige einschlägige Schnellrestaurants. Es ist also von Vorteil, wenn man schon mit vollem Magen zu Modern Times kommt, damit man einen guten Boden hat.

Das Taphouse hat täglich von 11.00/12.00 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Toll: es gibt einen grossen Aussenbereich mit chilligen Loungemöbeln. Leider war das Wetter bei unserem Besuch nicht so schön; kühl, 18 Grad und grau in grau (Hochnebel). Darum hat es uns nicht motiviert, draussen zu sitzen.

Die Auswahl ist riesig!

Unsere Empfehlung:
– Demon Helm / Imperial Stout / 10%
– Blazing World / Dark Amber / 6.8%

Lost Abbey Port Brewing

Unsere erste Top-Brauerei auf unserer Reise ist Lost Abbey Port Brewing. Sie hat einen Tasting Room in San Marcos und einen in Cardiff-By-The-Sea. Wir haben das Taphouse in San Marcos besucht, wo man Biere von 26 Taps haben kann. Wir haben folgendes verkostet:

  • Devotion → Belgian Blonde Ale
  • Witch’s Witt → Spiced White Ale
  • Road to Helles → Munich Helles Lager
  • Carnevale → Saison Ale
  • Serpent’s Stout → Imperial Stout
  • Angel’s Share → Barrel aged Englisch-style Barleywine

Wir haben wunderbare Biere verkostet. Die Barrel Aged waren fantastisch und auch die anderen Biere haben überzeugt! Serpent’s Stout und Angel’s Share waren bombastisch, so dass wir eine Flasche für unterwegs gekauft haben.

Las Vegas – der Start

2. – 4. Juni 2019

Las Vegas ist immer eine Reise wert. Las Vegas ist eine Stadt, die niemals schläft, genau wie New York. Las Vegas ist eine Stadt, in welcher jeder so sein kann wie er will. Sei es ein Paradiesvogel im schrillen Outfit, die leicht alkoholisierte Bachelorette vor ihrem grossen Tag oder der Spieler, der hoffnungsvoll sein Geld verzockt. In Las Vegas geht das Licht nie aus und in Las Vegas muss man sich – trotz Wüstenklima – war anziehen, zB wenn man in ein auf gefühlte -20 Grad gekühltes Casino geht. Las Vegas ist aber auch ein teures Pflaster. Auf den ersten Blick erscheinen einem die Preise in den Bars/Restaurants am Strip ok. So kostet zB ein Pint Bier $ 11 oder ein Glas Chardonnaye für $ 15. Auf die Rechnung werden dann aber noch die Sale Tax Rate dazu (8.25 %) plus das Trinkgeld, wo zwischen 18% und 20% erwartet wird (steht meist auf der Rechnung so). Damit wird also das Bier je nach dem um gut 1/4 teurer. Nicht zu vergessen: das Trinkgeld macht einen grossen Teil des Verdienstes der Gastronomiemitarbeitenden aus.

Sparen kann man jedoch in einem der beiden grossen Outlets in Las Vegas. Beide sind einfach und bequem mit dem Bus erreichbar, welcher an verschiedenen Orten am Strip hält (Tageskarte $8). Darum bin ich jetzt im Besitzt von 3 neuen Levis Jeans. Denn kauft man 3, ist eine gratis.

Craftbeer-Reise durch den Westen der USA

Unsere Craftbeer-Reise durch den Westen der USA haben wir schon vor langer Hand geplant. Als Diplom Biersommeliers wollen wir im Geburtsland der ‚Craftbeerbewegung‘ einige der besten Brauereien besuchen und deren Biere kennen lernen. Was ist Craftbeer eigentlich? Nach der Prohibition in den USA haben nur die Grossbetrieb wie Miller oder Anheuser-Busch überleben können, da sie auf alkoholfreie Getränke umgestiegen sind. Diese Brauereien dominierten danach mit ihren eher ‚faden‘ Bieren den amerikanischen Markt. In den 1970er wehrten sich Hobbybrauer gegen diesen Zustand und brauten handwerklich (craft) Biere, mit denen sie sich bewusst von der Konkurrenz abheben wollten. Und diese Bewegung wuchs und wuchs und wuchs! Wie definiert sich aber ein Craftbier? Es gilt folgende Punkte zu beachten:

  • Small = Klein mit maximal 6 Mio Barrel Jahresproduktion (ca 7 Mio Hektoliter, also eigentlich eine riesige Menge im Vergleich zu den Brauereien in Europa)
  • Independent = Unabhängig. Es dürfen maximal 25 Prozent der Brauerei einem Mitglied der Getränkeindustrie gehören
  • Traditional = Der Grossteil des Alkoholvolumens muss als Bier produziert werden, deren Geschmack aus traditionellen oder innovativen Brauzutaten und deren Gärung resultiert.

Wir landen euch ein, uns auf dieser Reise durch den Westen der USA zu begleiten. Unsere ungefähre Reiseroute:

Las Vegas – San Diego – Los Angeles – San Francisco – Portland – Fort Collins – Denver – Santa Fe – Flagstaff – Las Vegas

Las Vegas haben wir als Ziel-/Startort ausgewählt, da es von der Schweiz günstige Direktflüge gibt und die Einreise sehr schnell/einfach geht.