Fünf Städte, zwei Leidenschaften – Kultur und Genuss. Wir nehmen euch mit, auf eine faszinierende Entdeckungsreise durch einige der spannendsten Metropolen Asiens: Singapur, Seoul, Beijing, Yinchuan und Shanghai. Begleitet werden wir auf unserer Reise von einem zertifizierten Weinsommelier-Ehepaar, Thomas und Hee, welches auch Bierliebhaber sind und sich in allen Städten bestens auskennen. Wir tauchen mit ihnen in die Welt der regionalen Brau- und Weinkunst ein. Ob Craftbeer in Singapur, Makuli in Seoul, Naturwein in Yinchuan oder ein Glas Riesling mit Blick auf die Skyline in Shanghai – jede Stadt erzählt ihre eigene Geschichte von Tradition, Wandel und Genuss. Wir starten unsere Reise in Singapur.
Singapur ist eine Stadt, die Moderne und Tradition auf faszinierende Weise verbindet. Die Kultur ist geprägt von einem einzigartigen Mix aus chinesischen, malaiischen, indischen und westlichen Einflüssen. Auch architektonisch zeigt sich diese Vielfalt: Kolonialbauten erinnern an die Vergangenheit, während futuristische Wahrzeichen wie Marina Bay Sands oder die Supertrees in Gardens by the Bay den Blick in die Zukunft lenken. Kulinarisch gilt Singapur als Mekka für Genießer. In den Hawker Centres, den lebhaften Straßenküchen, findet man Klassiker wie Hainanese Chicken Rice, würzige Laksa oder den berühmten Chili Crab. Streetfood ist hier nicht nur ein Snack, sondern Teil der kulturellen Identität. Der Lebensstil ist geprägt von Effizienz und Sicherheit, doch zugleich von einer Gelassenheit, die sich in der Mischung aus asiatischer Herzlichkeit und internationalem Flair zeigt. Meist war Singapur für uns nur ein Umsteigeflughafen auf dem Weg nach Australien. Darum nutzten wir dieses Mal die Möglichkeit, einige Tage in diese faszinierende Stadt einzutauchen.





Für unseren dreitägigen Aufenthalt haben wir das Mercure ICON City Center ausgewählt. Es liegt zwischen Chinatown und dem Central Business District und bietet so den Vorteil, das historische Herz der Stadt aber auch die moderne Geschäftswelt zu erkunden. In der näheren Umgebung findet man trendige Bars, und Restaurants, aber auch chinesische Tempel, Märkte und Hawker Center. Mit der Metro gelangt man rasch zur Marina Bay oder zum Raffles Place. So kann man authentische Kultur und moderne Highlights erleben.

Vom Flughafen Singapore Changi gelangt man entweder mit dem Bus (ca 60 Min), der Metro (ca 45 – 55 Min), dem Airport Shuttle (ca 25 Min) oder dem Taxi (ca 20 – 30 Min) in das rund 20 km entfernte Stadtzentrum. Unsere Freunde sind bereits in Singapur und holen uns am späten Nachmittag am Flughafen ab. Wir entscheiden uns für ein Taxi, da es die schnellste und bequemste Option ist. Innerhalb kurzer Zeit sind wir im Hotel und beziehen unser Zimmer. Wir sind bereit, in die Stadt einzutauchen und vor allem nach der langen Reise unseren Hunger zu stillen.
Besuch eines Hawker Centre
Hawker Centres sind die kulinarischen Herzstücke Singapurs – große, offene Essenshallen mit Dutzenden kleiner Stände, die authentische Gerichte zu günstigen Preisen anbieten. Sie sind nicht nur Orte zum Essen, sondern auch soziale Treffpunkte, die tief in der Kultur der Stadt verankert sind. Hawker Centres sind mehr als Essenshallen – sie sind ein Spiegel der multikulturellen Identität Singapurs. Wer sie besucht, erlebt die Stadt auf authentische Weise: durch Gerüche, Geräusche, Geschmäcker und Begegnungen. Das Lau Pa Sat ist eines der bekanntesten und atmosphärischsten Hawker Centres in Singapur. Es ist eine Mischung aus architektonischem Wahrzeichen und kulinarischem Treffpunkt. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert ist im viktorianischen Stil mit gusseisernen Säulen und einem markanten achteckigen Grundriss gestaltet. Es liegt mitten im Finanzdistrikt und verbindet die koloniale Vergangenheit mit der modernen Skyline. Das Angebot ist riesig und ich bin bei meinem ersten Besuch leicht überfordert: Lau Pau Sat ist lebendig und bunt. Neben Einheimischen sitzen Touristen – hier zu essen ist ein soziales Erlebnis. Man hört die Woks klappern, riecht Gewürze und die langen Schlangen vor den beliebten Ständen erschrecken mich zuerst. Doch bald habe ich mich an das lebendige Treiben gewöhnt und wir finden einen kleinen Snack und ein kühles Bier.





Nachtmütze im Upward Taproom
Nachdem der Hunger gestillt ist, brauchen wir eine Nachtmütze, um den Tag abzuschliessen. Thomas führt uns zum Upward Taproom, welcher nur wenige Schritte von unserem Hotel entfernt ist. Der Upward Taproom ist ein moderner Craft‑Beer‑Treffpunkt, etwas versteckt im Herzen von Singapur und einer jener Orte, die man fast zufällig entdeckt – und dann am liebsten gar nicht mehr verlassen möchte.


Schon beim Betreten fällt die entspannte, offene Atmosphäre auf: warmes Licht und klare Linien. Es ist ein Ort, an dem man sich sofort willkommen fühlt. Da es schon spät am Abend ist, hat es nicht mehr so viele Gäste. Aber nach dem Trubel im Lau Pa Sat tut die Ruhe gut. Hier könnten wir problemlos ein paar Stunden verweilen.


Im Gespräch mit dem Inhaber merken wir schnell, dass im Upward Taproom viel Leidenschaft und Know‑how steckt. Besonders beeindruckt uns die rotierende Tap‑Liste, die ständig neue Biere bereithält. Von fruchtigen Sours über kräftige, hopfenbetonte IPAs bis hin zu cremigen Stouts – die Auswahl ist vielfältig, so dass wirklich jeder Geschmack abgedeckt wird. Die Mitarbeitenden beraten die Gäste gerne und empfehlen mit Begeisterung passende Biere. Ich entscheide mich an diesem Abend für ein Coffee Stout von Panda Brew mit dem Namen ‚Eyes Wide Shut Coffee Stout‘. Ob ich jetzt noch schlafen kann? We’ll see!
Der Upward Taproom ist ein Ort, an dem man entspannt ankommt, ein kühles Bier genießt und gleichzeitig ein Stück der modernen, kreativen Seite Singapurs erlebt. Für uns wird es die nächsten Tage zum perfekten Stopp, um den Tag ausklingen zu lassen – unkompliziert, geschmackvoll und mit genau der richtigen Portion urbanem Flair. Heute bleiben wir nur für eine Nachmütze. Der lange Flug zollt seinen Tribut. Aber morgen ist auch noch ein Tag – sogar mit Taptakeover im Upward Taproom.

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