Pelican Brewing und De Garde

14. Juni 2019
Unser nächstes Ziel ist Pacific City. Schon bei der Planung unserer Reise war dieser Ort ein ‚MUST‘ für mich, denn ich wollte wieder ans Meer. Die Strecke führt uns zuerst von Bend nach Tillamook, da wir unbedingt De Garde Brewing besuchen wollen. Wir sind etwas früh drann – De Garde öffnet erst um 15 Uhr – und so besuchen wir Pelican Brewing Co, welche direkt über die Strasse ist. Im Taproom hat man das Gefühl, direkt zwischen den Sudkesseln zu sitzen. Man kann den Brauprozess also hautnah miterleben. Wir nehmen ein kleines Bier und essen dazu einen Brewer-Prezel, welcher sich als Laugenstange mit Senf herausstellt.

Punkt 15.00 Uhr gehen wir über die Strasse zu de Gard Brewing. Diese kleine Brauerei ist spezialisiert auf spontane Vergärung, dh es wird keine kultivierte Hefe beigefügt sondern in offenen Gärtanks gelangen jene wilden Hefen in die Würze, die gerade ‚herumschwirren‘. Danach kommt das Bier in verschiedene Holzfässer (6 Monate bis 5 Jahre / mit oder ohne Früchte) um zu reifen. Das Resultat sind einzigartige American Wild Ales!!
– The Lucy – im Muscat-Fass gelagert
– The Lilly (Batch 4) – im Tepranillo-Fass gelagert
– The Kriek (Batch 4) – mit Sauerkirschen

Um 15.15 Uhr ist jeder Platz im Taproom besetzt.

Ich fahre, da ich ja nicht wirklich etwas verkostet habe, weiter nach Pacific City. Die Fahrt führt uns an wunderschönen einsamen Stränden vorbei. Wir beziehen unser schmuckes Motel und gehen dann zu Fuss zum Restaurant von Pelican Brewing, welches direkt am Meer liegt! Als wir ankommen kommen wir auf eine Warteliste, da es Freitagabend und das Restaurant voll ist. So können wir noch ein wenig am Strand entlang laufen bis das SMS kommt, dass unser Tisch nun frei ist. Zum Glück können wir drinnen sitzen, denn es ist nicht wirklich warm, trotz Sonnenschein. Aber von unserem Platz können wir den wunderschönen Sonnenuntergang auch bewundern. Die Atmosphäre ist etwas hektisch, das Servicepersonal hat es aber relativ gut im Griff. Ich erhalte am Schluss zwar zwei (bierige) Desserts, muss aber nur eines bezahlen. Auch gut. Die Biere von Pelican Brewing sind süffig und haben eine gute Drinkability.
Zum Glück müssen wir noch gut 25 Minuten zum Motel zurück laufen, so können wir die Dessert-Kalorien teilweise verbrennen.

Mein erster Eindruck von Pacific City war, dass es ein verschlafenes Dorf ist. Am Strand jedoch geht die Post ab. Hier wird gebaden, gefischt, gesurft – egal welche Wassertemperatur herrscht. Und typisch Amerikanisch fährt man mit dem Auto direkt auf den Strand und so nah wie möglich ans Meer.

Bend – Das kleine Craftbierparadies

12. – Juni 2019
Wir fahren weiter Richtung Norden und verlassen Californien. Unser nächstes Ziel ist Bend (Oregon), welches auf 1100 müM nördlich der Great Sandy Desert am Deschutes River liegt. Die Stadt ist übersichtlich, viele Brauereien sind zu Fuss erreichbar und sie hat Einiges zu bieten. So liegt zB südlich der Stadt das Newberry National Volcanic Monument, ein Naturschutzgebiet rund um einen der größten Schildvulkane der Kaskadenkette. Mittelpunkt des Vulkanes ist die Caldera mit einem Durchmesser von etwa 6,5 km. In ihr liegen die beiden Seen Paulina Lake und East Lake und der jüngste Lavafluss Big Obsidian Flow. Der Vulkan ist noch nicht erloschen, hat sich aber schon seit längerer Zeit nicht mehr bemerkbar gemacht. Wintersportbegeisterte finden im Skigebiet Mount Bachelor genügend Pisten, um sich auszutoben.

Die Fahrt von Redding, unserem Zwischenstopp, nach Bend dauert gut vier Stunden und ist dank der schönen Landschaft sehr kurzweilig. Nach dem Check-In im Motel und einer ersten Erkundung der Umgebung ist unser Ziel die Bend Brewing Company. Sie liegt direkt am Fluss Deschutes, hat eine Bar, einen Taproom (mit Essen) und einen sehr schönen und grossen Aussenbereich. Leider hat es erst vor kurzen stark geregnet und die Mitarbeitenden sind daran, die Bänke und Tische zu trocknen. Nach der Hitze tut die Abkühlung gut. Darum setzen wir uns an die Bar und nehmen ein erstes Flight. Die Biere die wir verkosten, stechen aber nicht besonders hervor. Evt sind wir auch schon ein wenig verwöhnt!

Danach gehen wir ins Deschutes Brewery & Public House, um etwas zu essen. Etwas Richtiges hatten nach der langen Fahrt noch nicht. Und nur von Bier können/sollten wir uns nicht ernähren. Das Taphouse ist gross und sehr gut besucht. Wir bekommen aber sofort einen Tisch und gönnen uns etwas Gutes zum Essen und dazu nehmen wir ein Pub-Exclusive-Flight. Nach dem Essen spazieren wir gemütlich dem Fluss entlang zurück zu unserem Motel.

13. Juni 2019
Nachdem wir am Vormittag den Big Obsidian Flow und die Lava River Cave besucht haben (ja, etwas Natur steht auch auf unserem Programm) besuchen wir Boneyard Brewing. Das Pub liegt nur 5 Minuten zu Fuss von unserer Unterkunft entfernt und ist eine geniale Location! Der Innenraum kann mit riesigen, Garagetor ähnlichen Fenstern geöffnet werden und der Aussenraum lädt zum Verweilen ein. Es stehen verschiedene Flights auf der Karte (Core, Hoppy und Sour) und wir entscheiden uns für Core und Sour. Drei Biere stechen hervor:
– Diablo Rojo – ein Red Ale
– Notorious – ein Triple IPA
– Hop Venom – ein Imperial IPA

Wie verweilen gut zwei Stunde bei Boneyard, geniessen das angenehme Wetter und die entspannende Atmosphäre.

Wir erfrischen uns danach kurz im Hotel und gehe dann wieder dem Deschutes River entlang ins Zentrum zu Worthy Brewing. Die Brauerei befindet sich ausserhalb von Bend, dh wir hätten für einen Besuch das Auto nehmen müssen. Darum besuchen wir den kleinen ‚Ableger‘. Es ist gerade Tacos-Happy-Hour und so verkosten wir verschiedene Biere bei mexikanischem Ambient. Danach geht es wieder zu Fuss zum Motel – es ist schon toll, wenn man nicht auf das Auto angewiesen ist.

Das Fazit zu Bend: es hat sich gelohnt, diese gemütliche Stadt zu besuchen. Das nächste Mal planen wir mehr Zeit ein, damit wir noch die anderen Brauereien besuchen können und auch mehr Zeit für die Natur (wandern, biken, Kanu fahren, etc) haben.

Sierra Nevada Brewing Co

11. Juni 2019
Heute geht es von Santa Rosa nach Chico (Kalifornien) zu Sierra Nevada. Die Sierra Nevada Brewing Company wurde 1980 von Ken Grossman als Hausbrauerei gegründet. Er ist das Urgestein der Amerikanischen Craftbeer-Bewegung. Sierra Nevada ist eine der grössten und erfolgreichsten Brauereien in den USA und ihr Pale Ale mit der unverwechselbaren grünen Etikette kennt wohl jeder.
Wir müssen einige Hügelketten überwinden bis wir im Sacramento Valley sind. In diesem doch eher trockenen Gebiet wird sogar Reis angebaut. Kurz vor 12 Uhr sind wir bereits in der Brauerei, so dass wir uns noch der Mittagstour anschliessen können. Es werden verschiedene Touren angeboten, darunter aber solche, die nicht täglich durchgeführt werden. Darum lohnt es sich, bei der Planung eines Besuchs zu überlegen, welche Tour man gerne machen möchte. Uns hätte die ‚Nachhaltigkeits-Tour‘ sehr interessiert, da bei Sierra Nevada Brewing die Umweltverträglichkeit eine sehr wichtige Bedeutung hat. Doch leider sind wir am ‚falschen‘ Tag in Chico.

Unsere ‚Chico Brewery Tour‘ dauert 45 Minuten, ist sehr lehrreich und gratis! Sie führt uns durch den gesamten Brauprozess und der Höhepunkt ist das gekühlte Hopfenlager, in welchem wir die verschiedenen Hopfen (gepresst, nicht Pellets) beschnuppern dürfen. Wir sind von wunderbaren Düften umgeben und erfahren einiges über Hopfen. Nach dem Rundgang gibt es eine Verkostung von 4 Bieren (Pale Ale / Summerfest / Hazy little thing / Baltic Porter). Natürlich mit den passenden, teils witzigen Kommentaren.

Nach der Brauereiführung geht es noch in den Taproom, denn wir haben nach dem intensiven Rundgang Hunger bekommen. Das Restaurant ist sehr gross und es gibt 20 Biere on tab und diverse Flaschenbiere. Auf unserem flight heute:
– Otra vez with lime & blue agave / Amerikanische Gose
– Hop Bullet / Double IPA
– Old Chico Brand / Kristallweizen
– Big Foot 2012 / Barley Wine Style Ale (hervorragend)
– Big Foot / BA Bourbon Barley Wine (hervorragend)

Natürlich essen wir auch etwas – das ist aber eher nebensächlich. Da ich wieder einmal die Fahrerin bin, muss ich mich zurückhalten. Aber im RIESIGEN Shop kaufen wir noch etwas Feines ein, zum späteren Genuss im Motel.

Bar mit grosser Auswahl an Bieren.
Ein wunderbarer Barley Wine

Russian River Brewing Company

10. Juni 2019
Die Russian River Brewing Company wurde 1997 gegründet und die Brauerei mit Brewpub befindet sich in der Innenstadt von Santa Rosa (CA). Seit Herbst 2018 steht mitten im Sonoma County, genauer gesagt in Windsor, die neue, hochmoderne und weitläufige neue Brauerei mit grossem Fasslager. Russian River ist bekannt durch ihre California Ales, die starken IPAs, Belgian-style Biere und ihre Sauerbiere. Das Triple IPA ‚Pliny the Younger‘ lockt jährlich beim Release hunderte Bierliebhaber an und ist im Nu ausverkauft. Aber auch ‚Pliny the Elder‘ ist ein wunderbares DIPA.


Wir kommen gerade richtig zu einer 11.45 Uhr Führung. Am Empfang werden wir mit einem Degustationsglas ausgerüstet, schliesslich gilt es drei Biere zu verkosten. Wichtig ist, dass man geschlossene Schuhe trägt! Unserer kleinen Gruppe (4 Leute) wird die moderne Brauanlage für die Ales und die Sauerbiere gezeigt, zwei total voneinander getrennte Produktionsabläufe. Die Mitarbeitenden werden jeweils tageweise im Ale- oder im Sauerbierbereich eingesetzt. Muss ein Mitarbeiter ausnahmsweise den Bereich wechseln, wird er total ‚desinfiziert. Die Brauer wollen nicht das Risiko eingehen, dass sich die Bakterien/Hefen der Sauerbiere in den anderen Brauereibereich verirren. Herzstück der Brauerei ist das riesige Barrelhouse, eines der Grössten in der USA und ein weiteres Highlight ist das offene Kühlschiff. Dort dürfen wir auch ein Riesling-Lager degustieren, welches total köstlich schmeckt. $ 15 für die Führung haben sich gelohnt. Die gut 1 1/2 Std waren lehrreich, funny und eindrucksvoll. Natürlich darf man das Verkostungsglas behalten.

In der Brauerei in Windsor kann man auch gut – aber nicht ganz günstig – essen. Das Restaurant ist gross, hell und es hat einen sehr grossen Aussenbereich.

Am Abend gehen wir noch ins Brewpub in Santa Rosa, welches nur 10 Minuten von unserem Motel weg ist. Parkplätze vor dem Brewpub hat es genügend. Wir müssen gut 20 Minuten auf einen freien Tisch warten, da gerade das NBA-Finalspiel läuft und das Pub übervoll ist. Wir verkosten ein 11-er-Flight mit WestCoast Pale Ales und IPAs. Dazu gibt es eine superfeine Pizza.

Natürlich sind wir nicht mit leeren Händen aus Windsor weg. Nebst T-shirts und Golfcap finden noch folgende beiden Biere den Weg zurück in unser Motel, welche wir zu einem späteren Zeitpunkt verkosten werden.

– Supplication / American Wild Ale
– Consecration / American Wild Ale

Alvarado Street Brewery

08. Juni 2019
Unsere Reise führt uns weiter von Buellton nach Capitola. Nach einem guten Frühstück im Motel (mit richtigen Tellern), fahren wir los Richtung Norden. In Moro Bay machen wir einen Abstecher zum Hafen, schliesslich gilt es, das Wahrzeichen – den Moro Rock – fotografisch festzuhalten.

Aussicht auf den Moro Bay Rock

Weiter geht es auf dem Highway Nr 1 der Küste entlang nach Monterey, vorbei an ‚Sea Lion Point‘ mit einer Kolonie von See-Elefanten. Nach einer hügeligen und kurvigen Strasse mit zunehmendem Verkehr ist der nächste Stopp die ‘Bixby Bridge’, die kurz vor Carmel liegt. Hier hat es einen richtigen Stau, weil jeder/jede diese Brücke mit der schönen Küste fotografieren will. Zum Glück finden wir noch eine kleine Parklücke, so dass auch wir in den Genuss der einmaligen Aussicht kommen.

Kurz darauf erreichen wir den mondänen und teuren Ferienort Monterey. Da wir nach dieser langen Fahrt Hunger verspüren besuchen wir die Alvarado Brewery. Unser Auto können wir überraschenderweise gratis in einem nahe gelegenen Parkhaus stehen lassen.

Die Alvarado Brewery gibt es ca seit 2014 und sie befindet sich im historischen Teil von Old Monterey. Das Brewpub hat 140 Sitzplätze inklusive einem schattigen Patio, von welchem man die Leute auf der Alvadaro Street beobachten kann und dem kleinen aber feinen Biergarten im Hinterhof. Es gibt über 20 Biere On Tap und eine ansprechende Menukarte, inkl Barbecue Specials am Wochenende im Biergarten. Die Biere sind süffig und es gibt vom ‚einfachen‘ Pale Ale bis zum Imperial Porter mit speziellen, typisch Amerikanischen Zutaten wie Vanille, Orange, Cocoa Nibs etc. Ich entscheide mich für ein leichtes Kettle Sour (schliesslich darf ich noch weiterfahren) und dazu esse ich den Burrata Salat, welcher wirklich sehr gut schmeckt.

Bevor es jedoch Richtung Capitola geht machen wir einen kleinen Spaziergang zum wirklich schmucken Hafen, wo es viele Fischrestaurants und natürlich Souvenirshops gibt.


Sante Adairius Rustic Ales

08. Juni 2019
Wir verlassen Monterey und sind nach kurzer 45-minütiger Fahrt an unserem Tagesziel Capitola. Wir checken rasch in unserem Motel ein, damit wir sofort die nächste Brauerei besuchen können, die Sante Adairius Rustic Ales Brewery.

Der Tasting Room – eher unscheinbar.

Sante Adairius Rustic Ales ist eine kleine, familiär geführte Brauerei, welche den Schwerpunkt auf Sauerbiere legt. Qualität und Authentizität ist den Besitzern/Brauern bei den belgisch inspirierten Bieren wichtig. Die Biere reifen in (Wein-)fässern mit verschiedenen Hefen und Bakterien und das Resultat sind excellente und aussergewöhnliche Biere!!

Sante Adairius mit excellenten Sauerbieren!

Wir haben unser Motel – ein Quality Inn & Suites – so gewählt, dass wir zu Fuss zum Tasting Room gehen können. So darf auch ich ohne schlechtes Gewissen verkosten und geniessen. Die Anfahrt mit dem Auto ist eher etwas schwierig, da Sante Adairius Rustic Ales eher unscheinbar in einem Wohngebiet liegt. Bei unserem 1. Versuch mit dem Auto zur Brauerei zu fahren, wurden wir von einer Barriere im Wohnquartier gestoppt.

Der Tasting Room ist eher klein und das Ambiente familiär. Wir sind die einzigen Touristen und fühlen uns sofort wohl. Schnell kommen wir mit den Gästen am Nebentisch ins Gespräch. Die Auswahl an den gut 15 Zapfhähnen ist wunderbar und es gibt auch diverse Sauerbiere in Flaschen.
Wir lasse uns auf folgende Biere ein:
– Beauty Sleep – Barrel Aged Saison with Rasberries
– Foudre Nr 2 – Foudre Aged Saison
– Cask 200 – Barrel Aged Solera-Style Saison
– Anaïs – House Saison
– With Apreciation – Barrel Aged Saison with Boysenberries (Flasche)

Sante Adairius Rustic Ales ist nicht nur ‚dog friendly‘, wie man auf einem der nächsten Bilder erkennen kann.

Unser Fazit: Sante Adarius Rustic Ales war ein Highlight unserer Reise. Perfekte, traditionelle Sauerbiere! Der Zwischenstopp in Capitola hat sich gelohnt.

PS: Capitola hat auch einige gute Restaurants direkt am Meer. Zum Beispiel das Margaritaville, wo nicht nur die Margaritas schmecken.

Miramar – Craftbeer-Paradies

Wer einmal im Craftbeer-Himmel schweben möchte, sollte nach Miramar kommen. Es ist ein Stadtviertel von San Diego und dort befindet sich auch die United States Navy Fighter Wapon School, welche aus dem Film ‚Top Gun‘ bekannt wurde.

Die Auswahl an Brauereien mit eigenem Taproom ist riesig. Hier eine Auswahl:
– Division 23 Brewing
– Ballast Point Brewing
– Rough Draft Brewing Company
– Saint Archer Brewing Co
– Duck Foot Brewing Co
– Mikkeller Brewing
– Align Brewing
– AleSmith Brewing Company
– Mike Hess Brewing
– Pure Project
– …………

Alesmith ist eine grossartige Brauerei! Sie wurde 1995 gegründet und hat ein sehr schönes Taphouse mit einem grossen Patio. Ausserdem findet man noch ein kleines Baseball-Museum. Parkplätze sind natürlich genügend vorhanden. Damit man nicht verhungern muss, kommt jeweils mittags bzw abends (Fr/Sa) ein Food Truck. On Tap findet man Year-Round Brews, Saisonale Biere, Barrel-Aged und Specialty Releases. Man kann sich selber einen Flight mit Tasters zusammenstellen. Wir sind mit den hellen Bieren gestartet und haben dann zu den Dunklen gewechselt.

Unsere Highlights:
Nut Brown English-Style Ale (Brown Ale)
Vietnamese Speedway Stout (Imperial Stout mit Vietnamesischem Kaffee)

Einen Abstecher machen wir auch zu Ballast Point, da es nach den ersten Flights doch recht Hunger gab. Bei Ballast Point kann man nicht nur Biere trinken, sondern auch essen. Das Restaurant ist sehr gross, mit einer schönen, schattigen Terrasse. Meine Taccos waren wunderbar!

Frisch gestärkt geht es dann weiter zu Pure Project, einer ganz, ganz kleinen Brauerei mit winzigem Taproom (ca 10 Plätze). Die Auswahl ist überschaubar, mit viel Frucht und experimentiell. Cool ist, dass man mehr oder weniger direkt in die dampfenden Braukessel sehen kann.

Fazit des Tages:
Die Dichte von Brauereien in San Diego ist gewaltig, was die Auswahl sehr erschwert. Nur mit einer guten Vorbereitung und sehr viel Ausdauer gelingt es, das Beste herauszuholen. Verkostungsnoten folgen noch!

The Bruery Terreux

07. Juni 2019
The Bruery ist eine Boutique-Brauerei, welche auf Barrel Aged und besondere Ales spezialisiert ist. Gegründet wurde sie 2008 und sie hat zwei Standort in Anaheim, die Stammbrauerei plus das ‚Terreux‘ wo wunderbare Fassbiere produziert und gelagert werden. Die Würze wird jedoch in der Stammbrauerei gebraut.

Im Taproom des ‚Terreux‘ hat es 40 Biere vom Fass. Spezialitäten werden aus der Flasche eingeschenkt. Wir entscheiden uns für ein Flight mit folgenden Bieren:

  • Maibock / Traditional Hellesbock, German Styl Lager
  • White Chocolate with Cherries / BBA Weatwine
  • Acier / Bourbon BA Old Ale
  • Frucht: Cucumber / Oak Foeder Aged Tart Berliner Weisse mit Cucumber
  • Oude Tart / Wine BA Flemish Red ale (18 Monate im Fass)
  • Gypsy Tart / Flandern-style Brown Ale
  • Valise / Wine-inspired Sour Ale with Viognier Grape

Wir werden während unserem Tasting vom Brauer unterbrochen und bekommen eine spontane Führung. Er erklärt uns, wie die Sauerbiere gemacht werden, die Philosophie die dahinter steckt und wir sind beeindruckt von den ‚foeder‘, den riesigen Holzfässern, in welchem die Bier gelagert werden. Spannend ist auch die ‚Solera‘-Methode, die normalerweise für die Reifung von Sherry oder Brandy angewandt wird. Dabei werden Eichenfässer übereinander gestapelt. Aus der untersten Reihe Fässer wird ca ein Drittel des fertigen Bieres abgefüllt. Diese teilweise geleerten Fässer werden sodann mit jüngerem Bier aus der nächsthöheren Reihe befüllt. Diese Vorgehensweise wird wiederholt, bis die höchste Reihe leer ist und mit frischem Bier nachgefüllt werden kann.

Wir durften hervorragende Sauerbiere probieren. 2 Spezialitäten haben noch gekauft, damit wir sie später unterwegs geniessen können. Darauf freuen wir uns jetzt schon. Der Besuch von The Bruery Terreux hat sich gelohnt!!!

Modern Times San Diego

06.06.2019
Modern Times ist eine poppige Brauerei in der Nähe des ‚Old Town San Diego State Historic Park‘, welche sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr (Bus/Trolley + kurzer Fussmarsch) erreichbar ist. Das Taphouse ist sehr gross, eher spartanisch eingerichtet und es befindet sich im Gebäude eine eigene Kaffeebar. So vermischt sich der Duft von frischem Kaffee mit den Gerüchen einer Brauerei. Die Biervielfalt ist riesig, es gibt über 30 Biere vom Fass! Von Session IPA mit 4% über Sauerbiere zu wuchtigen Stouts mit über 14%. Da wir nicht selber fahren müssen, machen wir von dieser Auswahl rege Gebrauch. Es besteht auch hier verschiedene ‚taster‘ (4 oz) zu bestellen. Man kann die Rechnung ‚offen lassen‘ (tap open), dh die Kreditkarte wird hinterlegt und man kann ganz am Schluss bezahlen.

Essen kann man in der Brauerei nicht. Höchstens ein Stück Kuchen zum Kaffee gibt es. Aber fussläufig gibt es einige einschlägige Schnellrestaurants. Es ist also von Vorteil, wenn man schon mit vollem Magen zu Modern Times kommt, damit man einen guten Boden hat.

Das Taphouse hat täglich von 11.00/12.00 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Toll: es gibt einen grossen Aussenbereich mit chilligen Loungemöbeln. Leider war das Wetter bei unserem Besuch nicht so schön; kühl, 18 Grad und grau in grau (Hochnebel). Darum hat es uns nicht motiviert, draussen zu sitzen.

Die Auswahl ist riesig!

Unsere Empfehlung:
– Demon Helm / Imperial Stout / 10%
– Blazing World / Dark Amber / 6.8%

Lost Abbey Port Brewing

Unsere erste Top-Brauerei auf unserer Reise ist Lost Abbey Port Brewing. Sie hat einen Tasting Room in San Marcos und einen in Cardiff-By-The-Sea. Wir haben das Taphouse in San Marcos besucht, wo man Biere von 26 Taps haben kann. Wir haben folgendes verkostet:

  • Devotion → Belgian Blonde Ale
  • Witch’s Witt → Spiced White Ale
  • Road to Helles → Munich Helles Lager
  • Carnevale → Saison Ale
  • Serpent’s Stout → Imperial Stout
  • Angel’s Share → Barrel aged Englisch-style Barleywine

Wir haben wunderbare Biere verkostet. Die Barrel Aged waren fantastisch und auch die anderen Biere haben überzeugt! Serpent’s Stout und Angel’s Share waren bombastisch, so dass wir eine Flasche für unterwegs gekauft haben.